Freitag, 27. Juni 2014

Janet Clark

Name: Janet Clark                       



                   


Wann hast du gemerkt, dass du ein Talent fürs schreiben hast?

Gar nicht. Wie viele Mütter, wollte auch meine immer etwas "Selbstgebasteltes", und da ich weder Malen kann wie meine Schwester, noch Komponieren wie mein Bruder, hab ich's eben mit dem Schreiben versucht … 
Irgendwann, nach etwa 30 Jahren regelmäßiger Schreibübungen zur Weihnachtszeit, hat meine Mutter mich dazu überredet, bei einem Kurzgeschichtenwettbewerb mitzumachen. Ich gewann den zweiten Preis, die Geschichte wurde veröffentlicht und das war der Anfang eines neuen Lebensabschnitts  (Vorsicht: Klingt easy, aber von da bis zum veröffentlichten Buch war es ein sehr, sehr, sehr steiniger und arbeitsintensiver Weg)

Schreibst du mit der Hand, der Schreibmaschine, dem Computer? Wie darf man sich deinen Arbeitsplatz vorstellen?

Meine Notizen und Einträge in mein Romantagebuch schreibe ich immer mit der Hand (leider kann ich sie meist danach nicht mehr entziffern, aber das ist nicht schlimm, ich muss sie nur niederschreiben, um die Gedanken zu ordnen), alles andere mit dem Computer.

Wie sieht dein Alltag als Autor aus? 

Arbeitsreich und unterschiedlich – je nach dem, in welcher Phase eines Buches ich bin (Stoffentwicklung, Plotten, Recherche, Rohentwurf, Überarbeitung, Lektorat, Fahnen, Promotion, Lesungen) und ob meine kleine Tochter bei mir ist. 
Eines ist jedenfalls fast immer gleich: Der Arbeitstag endet selten vor 23.00 Uhr und ein Wochenende ganz ohne Arbeit gibt es fast nie und Urlaub ohne Laptop sowieso nicht.

Was ist das schönste an deinem Job?

Die Freiheit. Ich kann tags oder nachts arbeiten, mit meiner Tochter auf dem Schoß oder mit dem Laptop im Garten, in München oder Mallorca … 
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist Denken. Das kann ich beim Joggen, beim Laubrechen, beim Putzen oder wie meistens, am Schreibtisch. 
Und so schwer manchmal die „Geburt“ einer Geschichte ist, wenn sie mal steht und man die Rohfassung wie eine Skulptur bearbeiten kann, macht das einfach Spaß.
Beschreib dich bitte mit drei Worten:

Hilfsbereit, chaotisch, sportlich
Welche Figur aus einem deiner Romane würdest du gerne einmal treffen?

Ich schwanke zwischen Lydia aus „Ich sehe dich“ (ich finde sie sehr mutig und bewundere ihren Einsatz für die anderen Frauen) und Hanna aus „Rachekind“ (ich würde sie gern auf ihrem Weg in Steves Vergangenheit begleiten).Wie kommst du auf die Ideen für deine Romane?

Eigentlich sind es immer wahre Begebenheiten. Geschichten, die ich höre, die ich lese, die etwas in mir auslösen (Empörung, Bewunderung, Faszination), und das so stark, dass ich zu Recherchieren beginne und in abgewandelter Form darüber schreibe.

Wie selbstkritisch bist du?

Mein Mann sagt: sehr.

Wie lange arbeitest du ungefähr an einem Buch? 

Etwa ein Jahr, von der ersten Idee bis zum Korrekturlesen der Fahnen.

Hast du noch einen besonderen Tipp, den du Jungautoren mit auf den Weg geben kannst?

Lesen, lesen, lesen! 
Schreiben als Handwerk begreifen und dieses von der Pike auf Lernen. 
Auf andere hören – man ist seinen Texten gegenüber blind und die von außen geübte (konstruktive) Kritik ist immer eine Chance, einen Text zu verbessern. 




Weitere Interview´s findet ihr *hier*
 

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